"WALLFAHRER ON SKATES"....


Am Sonntag, 06.09.2015 trafen sich die diesjährigen "WALLFAHRER ON SKATES" bei trockenen Wetter und sogar "hellem" Himmel morgens um 7:00 in der St. Georgs Kirche zur Andacht und zur "Segens-Vergabe"...

Gut, dass wir entschieden hatten die Wallfahrt, dem schlechten Wetter und der Wetterprognosen  zum Trotz nicht ab zu sagen. In diesem Jahr konnten sich leider wohl nicht ganz so viele "WALLFAHRER ON SKATES" aufraffen als es in den letzten Jahren immer der Fall war, aber das konnte die Stimmung nicht trüben. 

 

Mit auf den Weg sollten wir unser diesjähriges Motto: "Was uns am Laufen/Leben hält / "Was unser Leben reicher macht" nehmen. 

 

Anja hatte einen Inlineskate aus Pappe vorbereitet, ohne Rollen. Vor unserer Abfahrt bestückten wir den Skate mit den ersten beiden Rollen, die stehen für's: "Aufbrechen", "in Bewegung bleiben" + "Freunde", "Wegbegleiter"

 

So sollte es auch nach dem Segen los gehen. Alle bereiteten sich vor, auf den grossen Tag, 65 Kilometer mit Skates von Bocholt nach Kevelaer mit abgeänderter Strecke warteten auf uns....

 

Von oben wurde unsere Aufgabe und unseren Gedanken direkt geprüft. Schnell wollten wir jetzt los, noch eben die letzten Rucksäcke bei meiner Mama ins Auto und da passierte es. Mit zuviel Wucht und zuviel Kraft landete die Ecke der Kofferaumhaube von mir geführt bei meiner Mama in der Stirn - eine riesengrosse Platzwunde klaffte da offen.... Gott sei Dank, schnelles und richtiges Handeln, Freunde und Wegbegleiter, sorgten dafür, dass doch alles eine positive Wendung nahm. 

 

Arno fuhr erst das Begleitfahrzeug, ich fuhr ins Krankenhaus und in Ringenberg trafen wir uns pünktlich zur ersten Pause alle wieder.

 

Hier meinte Petrus plötzlich er müsse uns auf die Probe stellen und sehen ob wir das denn wirklich ernst nehmen mit dem "Aufbruch" und mit dem "in Bewegung bleiben" denn es fing in Strömen an zu Regnen. Wir verlängerten die Pause und warteten ab, es wollte nicht besser werden, aber wir alle entschieden mal wieder, weiter zu skaten, nicht "abzubrechen", "in Bewegung zu bleiben". 

 

Weiter ging's im Regen, doch schon bald klärte sich der Himmel und der Regen hörte auf. Die neue Teilstrecke konnten wir über Hamminkeln, Richtung Diersfordter Wald mit der Rosenallee und dann wie gewohnt, ein bisschen später auf dem Rheindeich zur Bislicher Fähre auf zu unserer neuen Mittagspausenstation, der Hafen an der Xantener Südsee im trockenen mit Sonnenscheinn skaten.

 

Hier war schon alle vorbereitet, Getränke und Obst standen bereit - wohl verdiente Mittagspause. Ein bisschen Ablenkung konnte man hier schon finden, einige gingen in das Cafe am neuen Hafen, andere setzten sich ins Gras. Unterhaltung und Ruhe, Gedanken laufen lassen, zur Ruhe kommen, Kraft schöpfen für den näcshten Aufbruch. 

 

Petrus wollte uns anscheinend dieses Jahr auf die Probe stellen, denn auch an der Xantener Südsee kam der Regen wieder. Unsere Gebete und Lieder sprachen und sangen wir im Regen, aber auch hier wollte keiner "abbrechen" - im Gegenteil: wir wollten "aufbrechen": "Steh auf bewege Dich", seit dem es unsere "WALLFAHRER ON SKATES" gibt ist das unser Leitlied: "Steh auf bewege Dich".

 

Schnell ging es die paar Kilometer nach Marienbaum in die Kirche. Hier angekommen, war die Kirche ein willkommener "Zufluchtsort" um weitere Kraft zu schöpfen, ein bisschen zur Ruhe zu kommen, gemeinsam in Gedanken versinken und unsere Aufgabenstellung zu erfüllen: "Was mein Leben reicher macht".

 

Natürlich wurde für die letzte Wegstrecke unser Inlineskate mit der 3. Rolle bestückt, damit der Weg leichter wird, gab uns Anja die Impulse "Dankbarkeit" und "Achtsamkeit" zusätzlich mit auf den Weg.

 

Anja verteilte kleine Zettelchen mit einer Schatzkiste vorne darauf, wir sollten uns mal Gedanken machen und aufschreiben, "was unser Leben reicher macht".

 

Auch zündeten wir, wie in jedem Jahr hier in Marienbaum unsere Wallfahrtskerze an und überliesen diese der Kirche um weiter auf uns "Acht" zu geben. Und tatsächlich: Jetzt hatte Petrus wohl auch ein "Einsehen" oder hatte er gar aufgegeben!!?? Konnte er uns nicht vom "aufbrechen" abbringen, so schickte er uns nun tatsächlich Trockenheit und ein paar warme Sonnenstrahlen als Wegbegleiter. Passend für die letzen Kilometer - Dank sei ihm.

 

Nach einer kurzen Pause an der Kirche in Uedemerbruch rollten wir doch wirklich bei Sonnenschein in Kevelaer ein und erreichten wie in jedem Jahr pünktlich um 16:00 Uhr die Gnadenkappelle.

 

Hier hatten wir, nach der ersten Ankunft noch ein bisschen Zeit, Kevelaer neu zu entdecken, ein Eis zu essen, Cafe zu trinken, einfach geniessen, dass wir es mal wieder alle geschafft hatten - keiner ist auf "der Strecke" geblieben, keiner musste "zu Hause" bleiben mit "Achtsamkeit" und "Dankbarketi" haben es selbst unsere beiden jüngsten (Falke 11 Jahre und Michel 13 Jahre) und unsere beiden ältesten (Ab Akkermann 68 Jahre und Rudolf Übbing 67 Jahre) "WALLFAHRER ON SKATES geschafft.

 


Im Forum Pax Christi kamen wir noch einmal für eine gemeinsame Abschlussandacht zusammen. Hier holte Anja die Schatzkärtchen hervor um die Gedanken unserer "Freunde" und "Wegbegleiter" mit uns zu teilen. 

Anja und Arno lasen abwechselnd alle Kärtchen vor: Es sind doch die einfachen und wunderschönen Dinge, welche "unser Leben reicher machen", wie z. B.: 

 

 

ein Löcheln, Leben und Leben lassen, Teilen und kein Neid, Milchkaffee, Freunde, Gemeinschaft, Familie, Gesundheit, ein Gruss vom Cottbuser Tor, morgens munter und gesund aufzuwachen, eine Erbse für jedes Lachen meiner Kinder, schön, dass wir heute doch gefahren sind, morgens mit meiner Frau Kaffee trinken, met mijn familie samen zijn, vakantie, genieten van kleine dingen, zoals deze mooie dag, dankbar op de wereld te zijn, , glückliche Beziehungen, der Blick in den sternklaren Himmel, Danke sagen zu können, eine ehrliche Antwort, wenn Mama nach Hause kommt, meine Familie und meine Freunde die mich jeden Tag begleiten und an meiner Seite stehen......,

 

Ich denke, dass wir auch in diesem Jahr unsere Aufgabe und unser Motto erfüllt haben: wir sind "aufgebrochen" dieses Mal sogar mehrmals und trotz des Regens "in Bewegung" geblieben, haben mit den "Pausen" für "Ruhe" gesorgt, um dann mit unseren "Freunden" und "Wegbegleitern" mit "Achtsamkeit" von Bocholt nach Kevelaer zu skaten um mit viel "Dankbarkeit" das der Tag so wundervoll gelaufen ist in Kevelaer an der Gnadenkapelle anzukommen.

 

Doch noch ist die 4. Rolle nicht am Inlineskate, denn ohne den Glauben und Gott wäre dieser Tag für uns nicht ein so tolles Erlebnis gewesen. Der Glaube kann vieles möglich machen, Gott kann für uns da sein - beides kann uns helfen, wir müssen es nur zu lassen und wollen! Auch das kann "unser Leben reicher machen".

 

Zum Abschluss noch schnell eine Info: 

 

der Termin für die 9. WALLFAHRER ON SKATES steht auch schon - es ist der:

 

04.09.2016 

 

bitte schon jetzt im Kalender "dick" und "fett" markieren

 

Ottina + Arno Busshoff + Anja Daut Pastoralreferentin St. Georgs